4 Tipps zu Graufiltern/ND-Filtern

1.) Kann man verschiedene ND Filter auch miteinander kombinieren?


Ja. Das kann man natürlich machen. Gerade tagsüber, wenn Du eine Langzeitbelichtung, oder sogar eine BULB Belichtung (>30 Sekunden) machen möchtest, schraubst oder schiebst Du zwei Filter übereinander. Die Reihenfolge spielt keine Rolle. Um die richtige Belichtungszeit auszurechnen gibt es ND-Filter Tabellen. Weiter unten im Artikel habe ich Dir eine solche zum herunterladen auf die Seite gestellt. Falls Du auch einen Polfilter verwenden möchtest, dann schraub Dir den zuerst auf die Linse. Drehe diesen, bis Du den gewünschten entspiegelnden Effekt hast, halte ihn fest und schraub dann die ND Filter drauf. Achtet aber auf Eure Brennweite. Bei einem Superweitwinkel bekommst Du bei Verwendung mehrerer Filter schneller eine unerwünschte Vignette (Schatten in den Bildecken).



2.) Welche Filterstärke ist die wichtigste?


Wichtig können sie natürlich alle sein. Falls Du dir aber wegen der Kosten zumindest einen guten Filter zulegen möchtest, dann ist guter Rat teuer. Letztlich kommt es immer auf die Lichtsituation und die Stärke des erwünschten Effekts an, welchen Filter Du verwenden solltest. Für Langschläfer, die viel um die Mittagszeit fotografieren ist sicherlich ein ND 1000 Filter für den Anfang ganz brauchbar. Für alle, die in den frühen Morgenstunden oder in den Abend hinein auf Fotoexkursion gehen, kann man ehrlicher Weise keinen Tipp für einen speziellen Filter geben, da hier die Lichtsituationen zu unterschiedlich sind. Ich verwende in der Dämmerung meist einen "64er", wenn es dagegen schon recht dunkel ist oft einen "8er" Filter.


3.) Kann man ND Filter an jeder Kamera verwenden?


Ja. Es kommt aber auf das Objektiv an, bzw. dessen Durchmesser. Also vor dem Kauf

eines Filters erstmal den Objektiv-Durchmesser checken, der steht meist vorne auf dem Objektiv Rand drauf, und dann erst den entsprechenden Filter kaufen.

Wenn Du Schraubfilter verwenden möchtest, dann kaufe Dir den Filter zu dem Objektiv mit dem größten Durchmesser. Es gibt nämlich Vergrößerungsgewinde zu kaufen, mit denen Du die Filter auch auf die kleineren Gewinde passend machen kannst.


4.) Sind günstige Filter auch gut genug


Leider haben die meisten günstigen, oder besser gesagt billigen Filter, den Nachteil, dass sie meißt nicht optimal entspiegelt sind und Du mit diesen dann Gefahr läufst unerwünschte Lens flares in Deinen Aufnahmen zu haben. Außerdem haben günstige und auch ältere Filter oftmals Farbstiche. Meine Empfehlung wäre es, hier wirklich ein paar Euro mehr zu investieren. Gute Schraubfilter-Sets bekommst Du bereits um die 100,- €. Ich habe z.B. das Magnetfilter Set von Rollei, dass mich in meinen Einsatzbereich noch nie enttäuscht hat.


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Hier kannst Du die Tabelle im PDF-Format herunterladen:

Yens Frankes ND-Filter Tabelle
.pdf
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Ich bekomme übrigens keinerlei Zuwendungen von den in diesem Artikel erwähnten Firmen. Genannte, abgebildete oder verlinkte Artikel sind ausschließlich Empfehlungen aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz.

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